Sabine Hartkopf
Angerstraße 10 b
39326 Wolmirstedt
Fon +49(0) 39201 29894
www.krankenpflege-hartkopf.de






Seit dem 1. Juli 2011 hat die Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt Stiftung ein neues Unternehmen unter ihrem Dach. Die „curamus GmbH“ hat den Pflegedienst Sabine Hartkopf übernommen.
Ein Interview mit Geschäftsführer Normen Girmann.
1. Seit wann gehört der Pflegedienst Hartkopf zur Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt Stiftung?
Der Pflegedienst Sabine Hartkopf wurde am 01.07.2011 übernommen. Dazu wurde im Frühjahr des Jahres eine neue Gesellschaft – die curamus GmbH – gegründet, die die Geschäfte des Pflegedienstes weiterführt.
2. Die neue GmbH heißt „Curamus“. Was verbirgt sich hinter dem Namen?
Curamus kommt aus dem Lateinischen und leitet sich aus dem Verb curare ab. Es bedeutet soviel wie „wir pflegen“ oder „wir sorgen“.
3. Sie sind der Geschäftsführer. Welche Qualifikationen bringen Sie für Ihre neue Aufgabe mit?
Erst einmal bin ich auch Krankenpfleger und kenne somit das Fachgebiet. Außerdem kann ich dadurch bestimmte Probleme und Wünsche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser nachvollziehen. Ansonsten habe ich nach meinem Studium zum Diplom Gesundheitswirt in einigen unterschiedlichen europaweiten Projekten zu Themen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen gearbeitet. Seit April 2009 bin ich im Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt und seit Anfang 2010 arbeite ich als Projektmanager auch an der Konzeption von Angeboten der Altenhilfe. Das neue Geschäftsfeld ist also auch eine Frucht meiner Arbeit in der Stiftung im letzten Jahr.
4. Bleibt der Mitarbeiterstamm erhalten?
Ja, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegedienstes wurden von der curamus GmbH übernommen. Nicht nur zu Zeiten des Fachkräftemangels sind die Mitarbeiter die größte Ressource. Nur durch die Übernahme der Arbeitsverträge kann sichergestellt werden, dass die hohe qualitative Versorgung der Pflegebedürftigen gewährleistet wird. Eine Mitarbeiterin des Pflegdienstes wurde in die Servicegesellschaft des Bodelschwingh-Hauses übernommen. Sie ist unter anderem für die Abrechnung der Leistungen bei den Pflege- und Krankenkassen verantwortlich.
5. Welche Leistungen werden derzeit erbracht?
Der Pflegedienst erbringt alle pflegerischen Leistungen in der Häuslichkeit der pflegebedürftigen Menschen. Dazu zählen die grundpflegerische Versorgung wie Waschen oder Hilfen zur Nahrungsaufnahme genauso wie Durchführung von ärztlich verordneten Verbandswechsel oder Medikamentengaben. Diese pflegerischen Angebote werden auch im Rahmen von Schwerst- und Intensivpflegen angeboten.
Darüber hinaus erbringt der Pflegedienst auch zusätzliche Betreuungsleistungen wie spazieren gehen oder vorlesen für Demenzkranke oder Unterstützungsangebote im hauswirtschaftlichen Bereich. Die pflegenden Angehörigen der betreuten Personen werden durch Beratungsgespräche, Schulungen oder die Verhinderungspflege unterstützt.
6. Wie schätzen Sie das Konzept ein?
Am Anfang der konzeptionellen Arbeit habe ich eine Standort- und Wettbewerbsanalyse für die Region gemacht und es wurde deutlich, dass man in dem Feld der ambulanten Pflege am besten durch die Übernahme eines bestehenden Pflegedienstes Fuß fassen kann. Aus diesem Grunde halte ich das Konzept zur Übernahme des Pflegedienstes Hartkopf für nachhaltig und zukunftssicher. Die Gründung eines eigenen neuen Pflegedienstes wäre mit höheren Risiken und einem starken Verdrängungswettbewerb verbunden gewesen.
7. Soll an Altbewährtem festgehalten werden?
Mit dem Pflegedienst Sabine Hartkopf haben wir ein etabliertes Unternehmen mit einer guten regionalen Vernetzung übernommen. Kurz nach der Übernahme wurde auch eine MDK-Prüfung mit der Gesamtnote 1,2 bestanden. Die beiden Aspekte regionale Verankerung und sehr gute qualitative Versorgung mit einer hohen Patientenzufriedenheit zeigen, dass der Pflegedienst schon sehr gut arbeitet. Daran werden wir auch in Zukunft festhalten.
8. Welche Veränderungen planen Sie?
Veränderungen wird es vor allem in dem Angebotsspektrum des Pflegedienstes geben. Wir werden weitere Leistungen planen und dazu möglichst auch Kooperationen mit anderen regionalen Partnern eingehen. Wichtig ist mir, dass die Veränderungen wohlüberlegt und geplant sind.
9. Gibt es eine Vision, die Ihrer Arbeit zugrunde liegt?
Als Unternehmen der Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt Holding folgt die curamus GmbH auch der Vision zur Verwirklichung von Lebenszielen und leistet einen Beitrag für das Sozialunternehmen der Region.
10. Denken Sie, dass mobile Krankenpflege ein Zukunftsmodell ist?
Ich schätze die ambulante Pflege als zukunftssichere und krisenfeste Branche ein. Stichworte wie demografischer Wandel, Einnahmedefizite der Sozialversicherungen oder neue ambulante Wohnformen zeigen den zukünftigen Stellenwert von ambulanten Versorgungsformen auf.
Wenn man bedenkt, dass in Wolmirstedt im Jahr 2025 etwa jeder dritte Einwohner über 65 Jahre alt ist, wird deutlich, welche Aufgaben zukünftig auf die Gesellschaft, die Familien und die professionellen Anbieter unterschiedlicher Hilfenformen für Senioren zukommen.